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Bike Test Stiftung Warentest

Seit einigen Jahren testet die Stiftung Warentest auch die verschiedensten E-Bikes in unterschiedlichen Kategorien. Die verschiedenen E-Bike-Tests und Testergebnisse können einen guten Hinweis auf Schnäppchen und Leistungssieger bieten und erleichtern den Vergleich verschiedener E-Bike-Anbieter und Angebote.

 

E-Bike Fakten und Überblick:

  • E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h gelten als Leicht-Mofa im Sinne des Verkehrsrechts
  • E-Bikes mit Höchstgeschwindigkeiten bis zu 25 km/h gelten als Mofa
  • E-Bikes mit Höchstgeschwindigkeiten bis zu 45 km/h gelten als Kleinkrafträder mit elektrischem Antrieb

 

Für alle E-Bikes gilt folgendes:

Hier ist ein Mofa-Prüfbescheinigung oder Führerscheinklasse AM erforderlich.

Ausnahmen gelten für Besitzer einer allgemeinen Fahrerlaubnis oder für Fahrer mit einem Geburtsjahr vor dem 01.04.1965.

  • E-Bikes unterliegen der Versicherungspflicht und müssen ein Kennzeichen aufweisen
  • E-Bikes müssen eine Betriebserlaubnis vorweisen können
  • E-Bikes dürfen erst ab 15 Jahren gefahren werden
  • E-Bikes dürfen nur unter bestimmten Umständen den Radweg benutzen (Mofas frei)

 

E-Bike Kategorien

Auch bei E-Bikes gibt es verschiedene Kategorien. So lässt sich für jeden Einsatz die passende Lösung finden.

E-bike 45 km/h

E-Bikes mit einer max. Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h in verschiedenen Ausführungen und Stilen erhältlich.
E-Bikes bis 45 km/ werden zudem deutlich stabiler gefertigt und müssen höheren Belastungen standhalten können.

E-Bike Damen

E-Bikes für Damen zeichnen sich durch die fehlende Stange aus und sind häufig filigraner und leichter gestaltet.
Aufgrund der Motorisierung sind diese E-Bikes dennoch für viele Damen zu schwer, um diese beispielsweise in den Keller zu tragen.

E-Bike Herren

E-Bikes für Herren zeichnen sich mit charakteristischer Mittelstange aus. Oftmals sind auch die Räder kräftiger/schwerer und stellen durch größeres Eigengewicht auch eine größere Herausforderung beim Tragen des Fahrrades dar.

Cross-Bikes

sind Fahrrad-Hybriden, welche Merkmale unterschiedlicher Fahrräder aufweisen. Oftmals werden hierbei Eigenschaften von Rennrädern und Mountainbikes, aber auch Treckingbikes mit Mountainbikes kombiniert. Crossbikes sollen die bestmöglichen Eigenschaften kombinieren und dem Fahrer somit Vorteile sichern.

Trekking-Bikes

sind ein perfekter Kompromiss für alle Einsätze. Sportlicher als das City-Bike und dennoch komfortabler als das klassische Mountainbike ist ein Trekking-E-Bike optimal für längere Touren geeignet. Allerdings sind die meisten Treckingbikes nur bedingt geländetauglich.

MTB (Mountain-Bike)

Das MountainBike ist für das Gelände entwickelt und entsprechend robust. Durch die Motorisierung können auch höhere Steigungen sicher überwunden werden. Weniger Fahrkomfort, aber eine enorme Stabilität und Wendigkeit im rauen Gelände, Abseits der Wege.

City-Bikes

wurde für die Stadt entwickelt. Die aufrechte Sitzposition sorgt für einen höheren Fahrkomfort. Die meisten City-E-Bikes sind vor allem für die Kurzstrecke entwickelt worden und können häufig mit Körben oder Satteltaschen perfekt zum Einkaufen genutzt werden.

E-Bike-Klappräder

sind besonders platzsparend und für Pendler bestens geeignet. Bei den Fahrten mit Bus und Bahn wird das Klapprad mit wenig Aufwand mitgenommen. Mit wenigen Handgriffen ausgeklappt, kann der restliche Weg mit dem E-Bike-Klapprad ohne Anstrengungen fortgesetzt werden.

E-Bike-Dreirad

sind für Menschen mit Gleichgewichtsstörungen entwickelt worden. Diese bieten eine hohe Sicherheit sowohl im Stand als auch bei der Fahrt. E-Bike Dreiräder sind allerdings häufig aufgrund des Antriebs teurer und deutlich seltener erhältlich.

E-Bike-Fully

Hat an der Vordergabel einen Dämpfer und einen sog. Hinterraddämpfer. Somit ist das E-Bike vollgefedert und nimmt Unebenheiten des Bodens besonders gut auf. Das Fully wird im Gelände als besonders komfortabel empfunden.

E-Fat-Bike
Das E-Fat-Bike zeichnet sich durch besonders große Reifen oder fette Räder aus. Durch das starke Profil und der großen Reifenbreite wurden Fat-Bikes bevorzugt für den Offroad-Einsatz entwickelt und bietet auf Sand oder Schnee besonders guten und sicheren Halt.

E-Rennrad
E-Bike Rennräder sind für lange, sportliche Touren sehr gut geeignet. Allerdings aufgrund der sehr schmalen Reifen auch auf gute Bodenbeschaffenheit angewiesen. Mit der Motorisierung stellen auch starke Steigungen für das E-Bike Rennrad keine Herausforderung dar. Der Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec ist einfach, da bei einem Pedelec  bietet der Motor nur eine unterstützende Hilfe, bedeutet ohne Nutzung der Pedale, kann das Pedelec allein mit dem Motor nicht angetrieben werden.

E-Bike oder Pedelec?
Viele Menschen geben dem E-Bike den Vorzug, da dieses zum einen höhere Geschwindigkeiten erreichen kann und auf der anderen Seite in deutlich mehr Varianten angeboten wird. Allerdings lassen sich Pedelecs einfacher nutzen, da bei diesen sowohl die Führerscheinpflicht als auch die Versicherungspflicht entfällt. Den größeren Fahrspaß erreicht man allerdings in der Regel mit dem E-Bike, da mit diesem die höheren Geschwindigkeiten erreicht werden können.

E-Bike Aufbau
Die verschiedenen E-Bikes unterscheiden sich nicht nur in ihren unterschiedlichen Kategorien, sondern auch in ihrem elektrischen Aufbau. So sind bei vielen E-Bikes die Position des Motors und auch die Bauform und Größe des Akkus unterschiedlich. Ebenfalls unterscheiden sich viele der Bikes im Bereich Rahmen und Gabel und auch die Bremsen können unterschiedlich ausgeführt werden.

E-Bike Motor und verschiedene Antriebsarten
Bei den E-Bike Motoren spielt weniger deren Leistung, als vor allem deren Positionierung eine wichtigere Rolle. Denn die Motorleistung ist dank der Maximalbegrenzung kein relevanter Wert der Unterscheidung.

Mittelmotor
Der Mittelmotor ist ein häufig verbauter E-Bike Motor, welcher direkt am Tretlager des E-Bikes realisiert wird. Die Kraftübertragung des Motors erfolgt direkt über die Fahrradkette. Moderne Mittelmotoren können auch mit einer Rücktrittbremse arbeiten, ältere Ebikes müssen auf dieses Feature verzichten. Zudem macht der niedrige Schwerpunkt das E-Bike wendig und agil.

Heckmotoren
Bei einem E-Bike mit Heckmotor sitzt der Motor entweder direkt an der Hinterrad-nabe oder ist darin vollständig integriert. Das höhere Gewicht am Hinterrad macht sich in einer besseren Traktion und somit in einer höheren Stabilität bemerkbar. Allerdings lässt sich das E-Bike wegen dem Ungleichgewicht, auch nur schwer tragen.

Frontmotor
Der Frontmotor sitzt direkt an der Vordernabe des E-Bikes. Er funktioniert mit jeder Gangschaltung und kann auch bei E-Bikes mit Rücktrittbremse verwendet werden. Aufgrund seiner Position müssen sich die meisten Fahrer erst an ein E-Bike mit Frontmotor gewöhnen, da dieses komplexer in der Lenkung ist und der Fahrer sich gezogen fühlt.

 

Welcher Motor ist der BESTE..?

Es ist schwer von einem besten Motor zu sprechen, da dies stark von der E-Bike-Kategorie und vom Fahrer abhängig ist. Mittelmotoren überzeugen vor allem im Bereich Trekking und Mountainbiking, während der Heckmotor häufig bei den City-Bikes zum Einsatz kommt. Frontmotoren hingegen überzeugen bei Lasten-E-Bikes auf ganzer Linie und balancieren das E-Bike optimal aus.

Riemenantrieb
Auf dem Markt der E-Bikes gibt es sowohl Varianten mit Ketten- als auch solche mit Riemenantrieb. Beide E-Bike Varianten können problemlos genutzt werden. Allerdings gilt zu beachten, dass ein Mittelmotor sowohl die Kette als auch den Riemen stärker als normal belasten. Regelmäßige Prüf- und Austauschintervalle sollten aus diesem Grund auf jeden Fall eingehalten werden.

E-Bike-Akkubatterie
Der Akku spielt beim E-Bike aus vielen Gründen eine wichtige Rolle. Zum einen begrenzt die Leistung des Akkus die Fahrleistung, welche ohne Krafteinsatz gefahren werden kann. Auf der anderen Seite erhöht der Akku das Gewicht des Fahrrades deutlich. Zudem spielen auch die maximalen Ladezyklen eine Rolle, um die Qualität eines Akkus zu bewerten. Obwohl es insgesamt vier unterschiedliche Akku-Typen gibt, werden von aktuellen Herstellern in der Regel nur noch Lithium-Ionen-Akkus verwendet.

Akku-Leistung

  • E-Bike Akkus mit 36V sind der Standard auf dem Markt. Neben der Angabe in Volt spielen allerdings auch die Amperestunden (Ah) eine Rolle, um die maximale Reichweite zu berechnen. Eingeschränkt wird diese Reichweite unter anderem durch den Luft- und Rollwider-stand und durch eventuelle Steigungen.
  • E-Bike Akkus mit 48V sind deutlich kraftvoller und können somit mehr Energie an den Motor abgeben. Dies ist vor allem bei E-Bikes bis 45 km/h wichtig, weil diese ausreichend über Energiereserven verfügen müssen. Auch hier lassen sich abhängig von den Ampere-stunden die maximalen Reichweiten berechnen.
  • Rahmen und Gabel spielen bei einem E-Bike eine wichtige Rolle. Denn dank der stärkeren Beschleunigung und den damit einhergehenden einwirkenden Kräften müssen diese Elemente deutlich stabiler gefertigt werden. Dies ist vor allem ein Grund, warum die Nachrüstung eines herkömmlichen Fahrrads zum E-Bike mit so vielen Problemen verbunden ist.

Mit gestiegenen Geschwindigkeiten, muss beim E-Bike viel Wert auf die Bremsen gelegt werden, hier alle Bremsentechniken für E-Bikes:

  • Felgenbremsen
  • Rollenbremsen
  • Hydraulischen Scheibenbremsen – gerade hydraulischen Scheibenbremsen überzeugen mit enorm guter Bremsleistung.
  • Hydraulischen Felgenbremsen

 

E-Bike Kaufberatung – Worauf muss man achten?

Wer sich für ein E-Bike entscheiden möchte, kann zwischen vielen verschiedenen Modellen und Varianten auswählen. Es ist wichtig, dass die verschiedenen Faktoren zum eigenen Fahrstil und zur eigenen Nutzung des E-Bikes passen.

Akkukapazität und Ladezeit

Beide Werte spielen abhängig von der Nutzung eine Rolle. Bei einem City-Bike für den Arbeitsweg liegt deren Bedeutung geringer als bei einem Trekkingrad, mit dem längere Touren unternommen werden sollten. Vor allem bei E-Bikes für lange Fahrten sollte eine große Akkukapazität bei gleichzeitig möglichst geringer Ladezeit gewählt werden.

Reichweite

Die theoretisch angegebene Reichweite wird nur selten auch erreicht. Auch hier spielt der Einsatzbereich des E-Bikes eine wichtige Rolle. Zudem können E-Bikes auch normal betrieben werden, sodass sich enorm weite Strecken bewältigen lassen.

Gewicht

Durch Motor und Akku weisen viele E-Bikes ein hohes Gewicht auf. Wichtig wird dies vor allem dann, wenn das E-Bike im Keller oder in der Wohnung aufbewahrt wird. Der Transport kann sich mit höherem Gewicht als schwierig erweisen.

Antriebsart

Ob ein Frontmotor, Heckmotor oder Mittelmotor gewählt wird, hängt nicht zuletzt von dem Einsatzgebiet des E-Bikes ab. Zuverlässig sind alle drei Varianten.

Motorleistung

Bei einem E-Bike darf die Leistung des Motors den Grenzwert von 500 Watt nicht überschreiten, sofern das E-Bike auf die maximale Geschwindigkeit von 25 km/h begrenzt ist. Dies ist aufgrund der starken Leistung vieler Motoren nicht notwendig. So erreichen nur wenige Anbieter mit ihren Motoren überhaupt diese Grenze. Die zweite Grenze für E-Bikes mit einer maximalen Geschwindigkeit von 45 km/h liegt bei 1000 Watt.

  • E-Bike-Motoren mit bis zu 500 Watt werden häufig sowohl in E-Bikes als auch in Pedelecs eingesetzt.
    Sie bieten eine ausreichende Leistung und häufig ein sehr starkes Drehmoment.
  • E-Bike-Motoren mit bis zu 1.000 Watt, sind für E-Bikes mit einer max. Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h geeignet. Die Beschleunigung ist deutlich stärker, sodass die Endgeschwindigkeit zügig erreicht werden kann.

E-Bike Reifengrößen

Sind von einigen Faktoren abhängig und in der Regel wird die Körpergröße des Fahrers zur Ermittlung der Reifengrößen genommen.
Bei einigen Fahrradkategorien kann das allerdings zu Abweichungen kommen:

20 Zoll: E-Bike Rahmenhöhe geeignet für eine Körpergröße zwischen 120 und 140 cm.

24 Zoll: E-Bike Rahmenhöhe geeignet für eine Körpergröße zwischen 140 und 160 cm.

26 Zoll: E-Bike Rahmenhöhe geeignet für eine Körpergröße zwischen 160 und 180 cm.

28 Zoll: E-Bike Rahmenhöhe geeignet für eine Körpergröße ab 180 cm.

29 Zoll: E-Bike Rahmenhöhe geeignet für eine Körpergröße von über 200 cm.

 

E-Bike Führerschein

Abhängig von der Geschwindigkeit des E-Bikes ist ein Führerschein für das Fahren mit dem E-Bike im Straßenverkehr notwendig.

E-Bike Versicherung

Ein E-Bike muss für die Nutzung im Straßenverkehr eine Versicherung aufweisen können. Es gibt mittlerweile verschiedene E-Bike-Versicherungen am Markt.

E-Bike Leasing

Das E-Bike Leasing ist ein immer beliebter werdendes Modell, welches vor allem für Firmen und deren Angestellte in Frage kommt. Doch auch Privatnutzer können vom E-Bike-Leasing durchaus profitieren.

E-Bike Nachrüstsatz

Mit einem E-Bike Nachrüstsatz ist es möglich das eigene Fahrrad zu einem E-Bike umzurüsten. Allerdings sind hierbei einige Punkte in jedem Fall zu beachten.

E-Bike Tuning

Da E-Bikes versicherungspflichtig und zulassungspflichtig sind, kann das E-Bike-Tuning zu einem Problem werden. Es ist wichtig zu wissen, in welchem Maß ein E-Bike-Tuning erlaubt und sinnvoll ist.

Gesetzliche Vorschriften

Grundsätzlich gelten für Pedelecs und E-Bikes unterschiedliche gesetzliche Vorschriften. Vor allem die E-Bikes sind dabei sehr stark reglementiert und dem Kleinkraftrad gleichgestellt.

Straßenverkehrsgesetz (StVG):

Das Mindestalter für die Nutzung von E-Bikes liegt bei 15 Jahren. Ein Mofa-Führerschein ist in jedem Fall notwendig. Zudem müssen E-Bikes über ein Versicherungskennzeichen verfügen. Eine Helmpflicht besteht nicht.

Radwegebenutzung (StVO):

E-Bikes dürfen innerorts nur dann auf Radwegen gefahren werden, wenn diese über das entsprechende Verkehrszeichen für die Nutzung durch Mofas freigegeben sind. Das Schild mit dem Text “Mofas frei” oder “E-Bikes frei” sorgt für diese Berechtigung. Zudem dürfen E-Bikes außerorts immer auf Radwegen fahren.

 

FELGEN- UND REIFENSYSTEME

Es gibt verschiedene Arten von Reifen: Faltreifen, Drahtreifen, Schlauchreifen, Tubeless-Reifen und Airless-Reifen. Die Bereifung hat einen wesentlichen Einfluss auf den Grip vom Fahrrad und Strecke und damit auch auf den Fahrkomfort. Deshalb wird der Fahrradbereifung, als Kontakt zwischen Fahrrad und Untergrund, eine besondere Bedeutung zugemessen. Die Qualität und Wahl der passenden Reifen, für das hauptsächliche Einsatzgebiet, haben entscheidende Auswirkung auf das Fahrverhalten des Fahrrads. Beim Rennrad steht das Gewicht und ein geringer Rollwiderstand im Vordergrund. Beim MTB oder Mountain-Bike ist neben Robustheit auch die Traktion entscheidend. In beiden Fällen sollte ein Pannenschutz so hoch wie möglich sein. Die Anforderung an die Bereifung ist vielseitig und komplex, der perfekte Reifen ist also der, welcher alle Kriterien bestmöglich vereint und für sein Einsatzgebiet genau passt! Das System aus Reifen und Felgen, ist in vielen verschiedenen Kombinationen erhältlich, was zu einer unübersichtlichen Menge verschiedener Komponenten führt. Dabei verträgt sich nicht jeder Reifen mit jeder Felge. Ganz grundsätzlich muss man sich die Frage stellen, ob man sein Fahrrad mit oder ohne Schlauch fahren möchte. Ersteres benötigt eine Clincher Felge, während Zweiteres spezielle Tubeless- oder UST-Felgen benötigt. Tubeless-Felgen können jedoch auch mit Schlauch gefahren werden. Entscheidet man sich für einen Schlauch, warten hier noch weitere mögliche Varianten: Neben Butyl-, Latex- und Polyurethanschläuchen gibt es außerdem Schläuche, die direkt mit dem Reifen vernäht (oder vulkanisiert) sind und auf eine geeignete Tubular-Felge aufgeklebt werden. Als wäre es nicht schon genug Chaos, muss man sich außerdem noch zwischen Draht- und Faltreifen sowie verschiedensten Gummimischungen und Kautschukaufbauten entscheiden.

 

WELCHE FELGENTYPEN GIBT ES?

CLINCHERFELGE

Clincher-Felgen sind die gebräuchlichsten und am weitesten verbreiteten Felgen. Das Felgenbett dieses Typs ist durchbohrt, um die Speichennippel leicht einsetzen zu können, weshalb sie unbedingt mit einem geeigneten Felgenband gefahren werden müssen. Ansonsten können die teilweise scharfkantigen Bohrungen zu Platten führen. Außerdem ist das Felgenbett dadurch zumeist undicht (zusätzlich dichtet das Felgenhorn nicht perfekt mit dem Reifen), weshalb eine Clincher-Felge mit Schlauch gefahren werden muss. Vorteil ist hier, dass im Falle einer Panne der Defekt extrem simpel und schnell behoben ist. Außerdem ist es recht kostengünstig, da ein Schlauch meistens zu flicken ist. Aufgrund der Einfachheit und Praktikabilität kommt dieses System heutzutage somit meistens an Stadt-, Trekking– und Rennrädern zum Einsatz.

In Sachen Reifen können sowohl Draht- wie auch Faltreifen verwendet werden, wobei Erstere aufgrund des festen Reifenwulst aus Draht meistens recht schwer aufzuziehen sind. Einmal montiert sitzen diese Mäntel dafür extrem fest und sicher, weshalb sie gerne im Downhill-Einsatz verwendet werden. Die Pendants als Faltversion lassen sich meist etwas einfacher aufziehen und weisen ein geringeres Gewicht auf. Für die allermeisten Einsatzgebiete (von Road-Enduro) ist der Sitz außerdem mehr als stramm genug. Gehalten wird der Reifen klassischerweise von einem hakenförmigen Felgenhorn, das den Reifenwulst verkeilt. Neuere Systeme aus Felgen und Reifen kommen jedoch auch ohne Haken (Hookless) aus, dass der Stabilität des Felgenhorns zugutekommt. Der Felgentyp ist somit besonders für abfahrtsorientierte Mountainbiker interessant.

TUBELESS

Systeme ohne Schlauch (Tubeless) sind immer stärker vertreten im Mountainbike und sind inzwischen aus dem Profisport nicht mehr wegzudenken. Grundsätzlich sind hier die Felgen und Reifen sehr ähnlich zum Clinch-System aufgebaut. Wobei das Felgenbett und das Felgenhorn leicht anders ausgeführt werden. Die bereits genannte Hakenform wird mit speziellen Tubeless-Reifen perfekt abgedichtet. Im Gegensatz zu einem Clincher-System, kann an dieser Stelle keine Luft austreten. Die Speichenlöcher werden außerdem mit einem speziellen Klebeband verschlossen, so dass auch hier ein luftdichtes System entsteht.

Alternativ gibt es sogenannte UST-Felgen (Universal-System-Tubeless), die in einem speziellen Fertigungsverfahren ohne Speichenlöcher auskommen. Damit entfällt das teilweise mühsame Abkleben und die Vorteile von Tubeless-Systemen liegen fast auf der Hand. Durch ein Wegfallen des Schlauchs erhöht sich die Pannensicherheit, weil hier keine Luft entweichen kann, wenn die dicke Wand des Reifens durchstoßen wird. Doch für diesen Fall sollte jeder gerüstet sein. Tubeless-Reifen werden immer mit einigen Millilitern spezieller Dichtmilch montiert, die bei plötzlichem Luftverlust an der entsprechenden Stelle blitzschnell aufschäumt und somit das Loch verschließen kann. Um die Schutzwirkung zu gewährleisten, sollte die Milch jedoch regelmäßig getauscht werden. Das passende Intervall ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, einfach in diesen Fällen nachlesen.

Ein weiterer Vorteil der Tubeless-Systeme, sind das geringere Gewicht, durch den Wegfall des Schlauchs. Diese Gewichtseinsparung am rotierenden Bauteil ist besonders beim Antritt spürbar, weil Trägheit und Rollwiderstand reduziert werden. Außerdem ermöglicht die höhere Pannen-Sicherheit das Fahren mit geringem Luftdruck und sorgt für mehr Traktion und Dämpfung auf den Straßen.

TUBULAR

Tubular-Felgen unterscheiden sich v.a. am Felgenhorn und Felgenbett von Clincher- und Tubeless-Felgen. Sie weisen kein klassisches Felgenhorn auf, sondern sind halbrund ausgeführt. Damit kann der Reifen direkt mit der Felge verklebt werden, was für einen extrem sicheren Sitz garantiert. Der Schlauch ist bei diesem System direkt mit dem Reifen vernäht (oder vulkanisiert) und damit nicht extra getauscht werden kann. Bei einer Panne ist das Tubular-System eher weniger praktisch. Dafür gewinnt man extrem gute Notlaufeigenschaften, ein leichtes Gewicht, weil hier an Material gespart wurde. Besonders Rennrad-Fahrer freuen sich über Gewichtsersparnis und deshalb werden zumeist Tubular-Felgen an Rennrädern verbaut. Auch immer mehr Cyclocrosser setzen auf das System, weil mit extrem niedrigem Luftdruck gefahren wird und eine ordentliche Traktion generiert. Mountainbiker verwenden das System hingegen nur selten, hier dominiert ganz klar das Tubeless- oder Schlauch-System.

WELCHE REIFENTYPEN GIBT ES?

DRAHT- UND FALTREIFEN

Wie bereits beschrieben, unterscheiden sich Draht- und Faltreifen hinsichtlich der Montage. Dabei lässt der Name bereits erahnen, dass Drahtreifen schwerer aufzuziehen sind, da ein recht unflexibler Draht im Reifenwulst verbaut ist. Dadurch lassen sie sich außerdem nicht kompakt zusammenfalten und sie haben ein höheres Gewicht. Beim Faltreifen wird der Drahtkern durch ein Bündel Kevlarfasern ersetzt. Somit sind die Reifen faltbar und je nach Modell und Größe bis zu 100g leichter. Gerade Zweiteres ist der Grund, weshalb man bei XC-, Marathon- und All Mountain-Fahrern fast ausschließlich auf Faltreifen trifft. Durch immer bessere Felgenhörner sind Faltreifen sogar zunehmend an Downhill-Rädern verbaut, da der Sitz für den Otto Normalfahrer vollkommen ausreichend ist. Wer jedoch besonders aggressiv bergab unterwegs ist (Downhill), setzt besser auf die Sicherheit von Drahtreifen und nimmt das Mehrgewicht in Kauf. Hinsichtlich der Rolleigenschaften lässt sich mit geringerem Gewicht, auch leichte Vorteile für die Faltreifen feststellen. Maßgeblich ist das Profil des jeweiligen Reifens und der gefahrene Luftdruck.

 

TUBELESS REIFEN

Auch wenn es erst einmal seltsam klingt, sind klassische Reifen nicht wirklich dicht. Füllt man Dichtmilch in einen Standardreifen wird sich diese mit der Zeit durch die Seitenwand drücken. Das zeigt sich anhand kleiner “Dichtmilch-Schweißperlen”. Für ein Tubeless-System braucht man daher spezielle dickwandigere Tubeless Reifen, die in der Lage sind, Dichtmilch zu halten. Außerdem ist der Reifenwulst mit einer dickeren Gummilippe versehe, um ein wirkliches Abdichten mit dem Felgenhorn zu ermöglichen. Bei modernen Felgen ist es zwar möglich, auch mit Standardreifen ein mehr oder minder dichtes System zu erhalten, doch ist davon absolut abzuraten. Selbst wenn die Luft gehalten wird, sitzen die Reifen ohne den Druck eines Schlauches meistens nicht sicher im Felgenhorn und können in Kurven abspringen. Hier ist also darauf zu achten, dass ein Tubeless Ready Reifen verwendet wird. Nur diese sitzen auch bei niedrigem Luftdruck fest auf der Felge und können die Vorteile des Tubeless-Systems ordentlich ausspielen. Denn gerade der verringerte Luftdruck ist eines der Hauptargumente für Tubeless Reifen. Natürlich rollen diese auch leichter durch das geringere Gewicht gegenüber Reifen-Schlauch-Systemen und der ausbleibenden Reibung von Schlauch und Reifen. Zu guter Letzt sind Tubeless-Reifen auch pannensicherer, da die Wahrscheinlichkeit für einen Durchschlag deutlich geringer ist und Ventil-Abrisse nicht auftreten können.

SCHLAUCHREIFEN

 

 

 

 

 

PANNENSCHUTZ

Neben der Gewährleistung von Traktion und Dämpfung ist der Pannenschutz die wohl wichtigste Aufgabe eines Reifens. Die einfachste Methode, um hier besonders gute Werte zu erzielen, ist die Verwendung eines dicken Kautschuks. Vor allem Stadträder setzen darauf, weil Gewicht und Rollwiderstand nicht so wichtig sind. Auf der positiven Seite sind diese Reifen natürlich bedeutend günstiger, was für den alltäglichen Betrieb bei Wind und Wetter entscheiden ist. So können die Reifen dank des fülligen Materials sehr lange ohne Bedenken gefahren werden. Im hochwertigen Bereich werden jedoch spezielle Nylon oder Aramid Schutzeinlagen verwendet. Diese sind dünner und leichter als Kautschuk, verursachen während der Produktion allerdings deutlich höhere Kosten. Moderne Reifen, wie beispielsweise von Schwalbe, sind aus mehreren Schichten aufgebaut, um an der jeweiligen Stelle genau den Ansprüchen zu genügen. So ist die Lauffläche aus einer anderen Gummimischung als die Reifenflanke, während beides auf einem dritten Trägermaterial sitzt. Dazwischen befinden sich die genannten Schutzlagen, die eindringende Gegenstände (z.B. Dornen) durch ihre Struktur brechen, bevor diese ins Innere des Reifens dringen können. Der Benchmark hinsichtlich des Pannenschutz ist der Vectran Breaker von Continental, der als Optimum im sportiven Segment gilt.

Im Mountainbike-Bereich haben sich außerdem noch weitere Schutzmechanismen etabliert, um den Pannenschutz zu verbessern. So vertreibt Schwalbe das sogenannte “Procore”-System. Dabei wird in einem Tubeless-Reifen ein spezieller Innenreifen montiert. Somit hat der Reifen zwei unterschiedliche Luftkammern. Diese werden durch ein Spezialventil unabhängig von der jeweiligen Kammer des Reifens mit Luft befüllt. Die Idee dahinter ist, dass man somit einen niedrigeren Luftdruck in der Hauptkammer fahren kann, dafür in der inneren Kammer 4-5 Bar Luftdruck fährt. Dadurch werden Durchschläge gänzlich verhindert. Außerdem drückt der innere Reifen den äußeren Reifen stärker gegen das Felgenhorn, wodurch dieser sicherer gehalten werden kann. Gerade bei niedrigen Luftdrücken entscheidend. Ähnliche Systeme nutzen Schaumstoffeinlagen (z.Bsp. Huck Norris), die ebenso die Felge schützen und verbesserte Notlaufeigenschaften bieten sollen.

AUS WELCHEM MATERIAL BESTEHEN DIE SCHLÄUCHE?

BUTYL

Der Klassiker unter den Schläuchen wird aus Butyl (Butylkautschuk) gefertigt. Dabei handelt es sich um einen sehr elastischen und äußerst luftdichten synthetischen Kautschuk. Durch die große Elastizität kann ein Butyl-Schlauch für mehrere verschiedene Reifengrößen verwendet werden. So passt ein 26 Zoll Schlauch beispielsweise in ein 27,5 Zoll Laufrad und umgekehrt. Idealerweise verwendet man aber natürlich den passenden Reifen, um eine Faltenbildung und somit erhöhte Reibung und Beschädigungen im Reifen zu verhindern. Neben verschiedenen Laufradgrößen gibt es Butyl-Schläuche außerdem in vielen verschiedenen Breiten und Stärken. Während es besonders dicke, schwere Schläuche für den Downhill-Einsatz gibt, sind ebenso sehr dünnwandige, leichte Schläuche für den Marathon-, Cross-, Country-Einsatz erhältlich, die sind allerdings relativ pannenanfällig.

PU (POLYURETHAN)

PU oder in diesem Fall Thermoplast, kennt man eigentlich von Kunststoffrohren oder Ähnlichem, doch seit neuerer Zeit werden aus dem alterungsbeständigen Material auch äußerst hochwertige Schläuche gefertigt. Diese sind extrem leicht und dabei dennoch durchschlag- und durchstichsicher. Auf der negativen Seite sind Schläuche aus PU allerdings recht teuer und halten nur kurzfristig die Luft. So sollte der Reifendruck vor jeder Fahrt kontrolliert und angepasst werden. Außerdem sind die Schläuche beinahe unelastisch, weshalb nur die passende Größe mit einer gewissen Reifengröße verwendet werden kann.

LATEX

Schläuche aus Latex sind elastischer und pannensicherer als ihre Brüder aus Butyl, halten allerdings die Luft bedeutend schlechter. Durch die hohe Elastizität rollen Latex-Reifen-Systeme besonders gut ab, doch muss auch hier, ähnlich wie bei PU-Schläuchen, recht häufig nachgepumpt werden. Mittlerweile stellen nur noch wenige Hersteller Latex-Schläuche her, da die Vorteile die negativen Seiten kaum aufwiegen.

 

WELCHE VENTILE GIBT ES? FAHRRADREIFEN AUFPUMPEN: BLITZVENTIL, AUTOVENTIL UND FRANZÖSISCHES VENTIL

SCLAVERAND-VENTIL
Das Sclaverand-Ventil (oder französisches Ventil) ist unter hochwertigen Rädern am stärksten verbreitet, da es dank der einfachen Handhabung und des schmalen Ventils auch für weniger breite Rennradfelgen geeignet ist. Durch den geringen Durchmesser können außerdem einige wenige Gramm gegenüber Auto-Ventilen gespart werden. Die meisten Tubeless-Ventile sind ebenso als Sclaverand-Ventil ausgeführt. Besonders ist hierbei, dass diese natürlich nicht mit einem Schlauch verbunden sind, sondern in der Felge mittels eines Dichtgummis eingesetzt werden und mit einer außen aufgesetzten Mutter in die Felgenbohrung gezogen wird. Dadurch dichtet das Tubeless-Ventil und verhindert ein entweichen der Luft. Egal ob Schlauch oder Tubeless, ein Sclaverand-Ventil besitzt immer einen entnehmbaren Ventilkern, was besonders praktisch ist, um verschmutzte Ventile zu reinigen. Gerade für Tubeless-Systeme ist dieser Punkt interessant, da die Dichtmilch das Ventil verkleben kann.


Das Sclaverand-Ventil (oder französisches Ventil) ist unter hochwertigen Rädern am stärksten verbreitet, da es dank der einfachen Handhabung und des schmalen Ventils auch für weniger breite Rennradfelgen geeignet ist. Durch den geringen Durchmesser können außerdem einige wenige Gramm gegenüber Auto-Ventilen gespart werden. Die meisten Tubeless-Ventile sind ebenso als Sclaverand-Ventil ausgeführt. Besonders ist hierbei, dass diese natürlich nicht mit einem Schlauch verbunden sind, sondern in der Felge mittels eines Dichtgummis eingesetzt werden und mit einer außen aufgesetzten Mutter in die Felgenbohrung gezogen wird. Dadurch dichtet das Tubeless-Ventil und verhindert ein entweichen der Luft. Egal ob Schlauch oder Tubeless, ein Sclaverand-Ventil besitzt immer einen entnehmbaren Ventilkern, was besonders praktisch ist, um verschmutzte Ventile zu reinigen. Gerade für Tubeless-Systeme ist dieser Punkt interessant, da die Dichtmilch das Ventil verkleben kann.

DUNLOP/BLITZ-VENTIL
Dunlop-Ventile gehören noch zu den verbreitetsten Ventilen, da sehr viele ältere Räder damit ausgestattet sind. Allerdings hält sich die Liste der Vorteile sehr in Grenzen: lediglich das besonders schnelle Luftablassen ist hier zu nennen. Ansonsten sind diese Ventile recht fummelig zu montieren, da der Ventilkern vor Montage immer entnommen werden muss. Außerdem lässt sich systembedingt kein Luftdruck messen. Diesem Problem hat sich zwar Schwalbe mit einem speziellen Dunlop-Ventil angenommen, doch findet auch dieses selten den Weg in moderne Fahrräder.

AUTO-/SCHRADER-VENTIL
Das Auto- oder Schrader-Ventil ist extrem robust und ermöglicht ein Befüllen per Kompressor an jeder Tankstelle. Aus diesem Grund setzen viele Reiseradler darauf, da Tankstellen natürlich auf der ganzen Welt beinahe zu genüge vorhanden sind. Neben des etwas höheren Gewichts ist der größere Durchmesser der Ventile ein negativer Punkt, da schmale Felgen eventuell nicht genügend Platz für eine ausreichend große Bohrung bieten können. Das Auto-Ventil eignet sich dennoch sehr gut für City- und Trekking-Räder, da man sich sowieso meistens in Tankstellennähe befindet und robuste Laufräder verbaut werden, die Platz für eine große Bohrung bieten.

Fahrradhelme

Ob auf langen Touren oder im wuseligen Stadtverkehr: ein Fahrradhelm ist der wichtigste Schutz vor schweren Verletzungen wie Schädelbrüchen oder Hirnblutungen. In Deutschland kamen 426 Radler im Jahr 2020 ums Leben, wovon ungefähr die Hälfte durch Kopfverletzungen verursacht wurden. In Deutschland gilt aktuell keine generelle Helmpflicht für Fahrräder und Pedelecs bis 25 km/h, obwohl sich laut einer Umfrage zwei Drittel für eine solche Pflicht aussprechen. Gerade für E-Bike Fahrer ist der richtige Helm enorm wichtig, da mit den elektrischen Zweirädern starke Beschleunigungen und hohe Geschwindigkeiten möglich sind. Worauf Du beim Thema Fahrradhelm achten solltest um auf der sicheren Seite zu sein, und ob sich Helme speziell für E-Bikes lohnen, erfährst Du in diesem Beitrag. 

Was macht den richtigen Helm aus? 

Der Tragekomfort ist enorm wichtig und sollte nicht zu kurz kommen, um auch bei langen Touren einen kühlen Kopf zu bewahren. Der Komfort wird gewährleistet durch eine gute Belüftung (Ventilation) des Helmes und einem leichten Gewicht von ca. 200 – 300 gr. Das Gewicht des Helmes kannst Du unter dem CE-Zeichen ablesen. Nützliche Features für Deinen Helm sind ein Regenschutz, eventuell ein Visier, welches Dich vorm starken Fahrtwind, Insekten und Sonneneinstrahlung schützt. Gerade für nächtliche Fahrten kann das von großem Vorteil sein, wenn Dein Helm ein integriertes Front- oder Rücklicht besitzt, also mit einem reflektierenden Material beschichtet ist. Noch ein wichtiger Tipp: Du solltest Deinen Helm nicht in direkter Sonne lagern, sonst kann sich die Helmschale verformen. Zudem solltest Du die Innenpads Deines Helms regelmäßig säubern und nach ca. fünf Jahren ein neues Modell besorgen. 

Siegel und Preise von Helmen 

Für den Handel zugelassene Helme müssen Stürze aus 1,5 Metern Höhe auf flachen Grund und von 1,05 Metern auf eine satteldachförmige Kante schadlos überstehen und bekommen das mit der EU-Norm EN 1078 bestätigt. Zudem können Siegel von unabhängigen Instituten wie CE-, GS- und TÜV-Zeichen beim Kauf eine Sicherheit geben. Ein guter Fahrradhelm bewegt sich preislich zwischen 80 bis 120 Euro, jedoch gibt es auch deutlich teurere Modelle, welche bis 250 Euro kosten können. Solche smarten Helme sind mit Mikros, einer Handy-App-Verbindung, SOS-Funktion für Unfälle und noch viele weiteren Features ausgestattet. Die Add-Ons können den Komfort verstärken, aber das wichtigste an einem Fahrradhelm ist, dass der Helm auch korrekt passt oder richtig sitzt. 

Wie sitzt der Helm richtig? 

Besonders wichtig ist bei einem Helm die richtige Passform und er sollte bequem sitzen. Im Falle eines Sturzes, kann ein falsch sitzender Helm gefährlich für den Fahrer werden. Daher solltest Du vor einer ersten Fahrt Deinen Helm erst einmal Probe tragen und ihn sehr genau einstellen. Lediglich die Polsterelemente im Helm sollen Kontakt mit dem Kopf haben – nicht der Helm selbst. Die vordere Helmunterkante sollte sich etwa zwei Finger breit über der Nasenwurzel befinden und das Sichtfeld nicht einschränken. Das Kinnbändchen sollte ca. 1-2 fingerbreit Platz bieten und die restlichen Bänder die Ohren gut umschließen. Um den Test zu machen, ob der Helm richtig sitzt, kannst Du nach der genauen Anpassung des Helmes durch Drehknopf und Schieber, Deinen Kopf schütteln und Dich heftig Vorbeugen, wenn der Helm nicht verrutscht, sitzt er richtig.

E-Bike Helme 

Durch die hohen Geschwindigkeiten, die mit einem E-Bike erreicht werden, steigt die Gefahr von bedrohlichen Unfällen. Dafür wurden in den letzten Jahren Helme entwickelt, die speziell als E-Bike Helme ausgewiesen sind. Diese E-Bike Helme sind robuster als herkömmliche Helme und verfügen zudem über eine höhere Aufpralldämpfung und eine besonders gute Belüftung.  E-Bike Helme ähneln oft einem leichten Motorradhelm, da sie auch den Hinterkopf abdecken und liegen über dem Preis eines gewöhnlichen Helms. Die höhere Sicherheit kann im Zweifelsfall viel wert sein und die bessere Belüftung sorgt für ein angenehmeres Tragen. Auch der teuerste Helm bringt nichts, wenn er nicht richtig sitzt und somit beim Sturz verrutscht. 

Fazit 

Das Tragen eines Helmes ist gerade für E-Bike-Fahrer enorm wichtig, um Kopfverletzungen zu vermeiden. Ein guter Indikator ist das Prüfsiegel, daß einen qualitativ hochwertigen Helm zertifiziert. Die Preisspanne für einen sicheren Helm, beginnt mit circa 80 Euro bis 250 Euro, inkl. moderner Features. Wenn Du KEINEN Helm auf dem Kopf tragen willst, bietet die schwedische Firma Hövding, mit einem Nackenairbag eine interessante Alternative. Die richtige Größe mit richtigem Sitz des Helmes sind essentiell für Deine Sicherheit, sowohl bei „normalen“ Fahrradhelmen, als auch spezielle E-Bike-Helme, welche eine bessere Aufpralldämpfung und eine besonders gute Belüftung aufweisen.

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